logo07

 

Heinrich-Christoph-Londy-Schule als Impuls-Schule: Aktionen mit und von Schülern

Aufbauend auf die diversen bisherigen Aktivitäten der Heinrich-Christoph-Londy-Schule in Rethem zum Thema Klimaschutz wird diese Schule als Impuls-Schule fungieren. Vorbildhaft sollen an dieser Schule die im Folgenden aufgeführten Aktionen umgesetzt werden. Diese sollen in einem zweiten Schritt auf andere Schulen im Aller-Leine-Tal ausgeweitet werden. Folgende Aktivitäten sind geplant:

  • Energieverantwortliche in jeder Klasse, die auf die Einhaltung der Sparmaßnahmen achten.
  • Modellräume mit regelbaren Thermostaten, um zu testen, ob die jeweiligen Klassen durch eigenverantwortliches Heizen Energie einsparen
  • Events zur Motivation: Wettbewerbe "Wer spart mehr?" mit benachbarten Schulen
  • Regelmäßige Dienstbesprechungen, um die Lehrerschaft über den Stand der Schulprojekte sowie die Entwicklung zur 100% EnergieRegion+ zu informieren
  • Einbindung des Landkreises Soltau-Fallingbostel als Schulträger durch Einführung eines Prämiensystems für eingesparte Energie durch Nutzerverhalten.

Kooperation mit regionalen (Handwerks-)Betrieben

Die Praxis zeigt, dass eine Visualisierung von Energie- und CO2-Einsparung mittels einfacher Anzeigetafeln für die Schüler von geringem Interesse ist. Sie sollen erfahren und erleben, dass sie durch erneuerbare Energien einen konkreten Nutzen haben (z.B. Handy aufladen). So ist geplant, dass Schüler mit Unternehmen aus dem Aller-Leine-Tal kooperieren und z.B. gemeinsam Wind- und Wasserräder bauen. Über die Erkenntnisse zum Thema erneuerbare Energien hinaus sollen die Schüler auf das Berufsleben vorbereitet und Kontakte zu Ausbildungsbetrieben geknüpft.

Schülerenergieberater

Im Rahmen von Kooperationsprojekten mit Schulen sollen Schülerenergieberater ausgebildet werden. Die Schülerenergieberater werden mit "Energiekoffern" ausgerüstet, und sollen u.a. über die Mitschüler Anregungen in die privaten Haushalte tragen.

IMG_0595_klein


Klimaschutzteilkonzept der acht A.L.T. (Samt)Gemeinden

Nach den Personalkosten sind die Energiekosten in den meisten Kommunen der zweitgrößte Kostenblock. Unter diesem Gesichtspunkt haben die 8 (Samt)Gemeinden im Kooperationsraum A.L.T. 2009/10 für mehr als 120 kommunale Gebäude mit mehr als 69.000 qm Nutzfläche ein im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundes gefördertes Klimaschutzteilkonzept erstellt. Dabei wurden konkrete Energieeinsparmöglichkeiten einschließlich einer Wirtschaftlichkeitsberechung erarbeitet und für einige sehr energieintensive Liegenschaften wurden Wärmenutzungskonzepte unter Verwendung erneuerbarer Energien erstellt. Viele der vorgeschlagenen Maßnahmen werden von den Kommunen ab 2010 umgesetzt. Damit wird nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet sondern es werden auch deutliche Einsparungen für die Haushalte erzielt.

Neben der reinen Gebäudeanalyse enthielt das Klimaschutzteilkonzept auch ein Motivationspaket für die Nutzer der öffentlichen Gebäude. Insbesondere die Hausmeister und ausgewählte Lehrkräfte der Schulen, aber auch MitarbeiterInnen der Kindergärten und Verwaltungen wurden geschult um zukünftig durch ein verändertes Nutzerverhalten Energie einzusparen. Allein hierdurch versprechen sich die beteiligten Kommunen eine Energieeinsparung von rd. 10%.

Ab 2011 wird ein hauptberuflicher Klimaschutzmanager für die 8 (Samt)Gemeinden eingestellt. Anstellungsträger ist die Gemeinde Hambühren, Sitz des Klimaschutzmanagers wird Schwarmstedt sein. Diese Stelle wird mit 60% der Kosten durch die Klimaschutzinitiative des Bundes gefördert.

Klimakonzept3


Energiesparmobil im Aller-Leine-Tal

Im September 2006 machte das niedersächsische „NABU-LIV-EnergieSparmobil“ Station im Aller-Leine-Tal: In Rethem, Dörverden und Kirchlinteln wurden jeweils für einen Tag umfangreiche Aktionen und Informationen zum Thema Erneuerbare Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz geboten. Außerdem konnten sich die Besucher vor Ort praxisorientiert beraten lassen. Das EnergieSparmobil ist ein Projekt des NABU Niedersachsen in Kooperation mit dem Landesinnungsverband für das Schornsteinfegerhandwerk Nidersachsen LIV und wird vom Niedersächsischen Handwerkstag unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter www.energiesparmobil.de


Unterzeichnung der Freiberger Erklärung

In der Freiberger Erklärung verpflichten sich die Unterzeichner dazu, in ihrem Wirkungskreis den Einsatz Erneuerbarer Energien verstärkt zu fördern.

Folgende Gemeinden aus dem Projektraum haben aufgrund des Werbens der Projektgruppe die Freiberger Erklärung im März 2004 unterzeichnet: Frankenfeld, Häuslingen, Hodenhagen, Dörverden, Kirchlinteln, Hambühren und die Samtgemeinden Rethem, Ahlden und Schwarmstedt sowie der Zweckverband Aller-Leine-Tal.

An der Kommunalkonferenz Erneuerbare Energien in Freiberg/Sachsen am 24. und 25.03.2004 nahmen drei Projektgruppenmitglieder teil.

Weiter zum Text der Erklärung


Energiesparberatung vor Ort

Im Herbst 2003 warb die Projektgruppe in den Gemeinden des Erweiterten Kooperationsraumes Aller-Leine-Tal für das Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit: „Energiesparberatung vor Ort“ Über dieses Förderprogramm wurden Zuschüsse an Eigentümer von 1- und 2- Familien-wohnhäuser gezahlt, die eine umfassende Energieanalyse des Gebäudes von einem anerkannten Energieberater durchführen ließen. Ergänzt wurde die Analyse durch eine anbieterunabhängige Beratung zu Energieeinsparpotenzialen des untersuchten Objektes.

Die Projektgruppe stellte eine Liste der im Aller-Leine-Tal ansässigen Energieberater zusammen. Über die Presse, lokale Aushänge und durch Anschreiben an die Kommunen wurde auf das Programm hingewiesen.

 

ALT-Projektgruppe                                                 Klein Häuslingen, im Juli 1998

„Regenerative Energien“


Abschlußbericht

über das gemeinsam mit der HASTRA durchgeführte Projekt      „Energieanalyse landwirtschaftlicher Betriebe“

Beteiligte

  • Ø Aller-Leine-Tal Projektgruppe „Regenerative Energien“
  • Ø HASTRA
  • Ø Zweckverband Aller-Leine-Tal

Zielsetzung des Projektes

Die Projektgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, im Aller-Leine-Tal dafür zu werben, den Energieverbrauch zu reduzieren und den dann verbleibenden Energiebedarf möglichst regenerativ und regional zu erzeugen.

Ziel dieses Projektes war es anhand einiger beispielhaft ausgewählter landwirtschaftlicher Betriebe aufzuzeigen, dass Möglichkeiten zur Energieeinsparung in vielen Bereichen vorhanden sind.

Auf Initiative der Projektgruppe wurde gemeinsam mit der HASTRA Nienburg in den drei Samtgemeinden des Aller-Leine-Tals je ein landwirtschaftlicher Betrieb hinsichtlich des gesamten Energieverbrauchs (Strom, Heizenergie – privat und betrieblich) umfassend analysiert. Unterstützt wurde dieses Projekt durch den Zweckverband Aller-Leine-Tal. Begleitet wurde die Maßnahme durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit in der lokalen Presse.

Durchführung des Projektes

Nach öffentlicher Ausschreibung des Projektes in den örtlichen Zeitungen und durch Plakataushang konnten sich alle landwirtschaftlichen Voll-erwerbsbetriebe für die Teilnahme an dem Projekt bei den Samtgemeinde-verwaltungen bewerben. Die Teilnehmer wurden nach folgenden Kriterien gemeinsam von der Projektgruppe und der HASTRA ausgewählt: Je Samtgemeinde wurde ein Betrieb ausgewählt, außerdem sollten die drei Betriebe unterschiedliche Betriebsschwerpunkte haben. Ein weiteres Kriterium war ein bisher hoher Energieverbrauch.

Folgende Betriebe wurden ausgewählt:

Samtgemeinde Schwarmstedt: Gert Woop, Essel 

Schwerpunkt: Sauenhaltung

Samtgemeinde Ahlden:   Ingrid Dettmer, Eilte

Schwerpunkt: Schweinemast, Lohnunternehmen, Spargel

Samtgemeinde Rethem:   Rüdiger Göbbert, Klein Häuslingen

Schwerpunkt: Milchviehhaltung, Ackerbau, Spargel

Zuerst wurden für eine Woche Messgeräte auf den Betrieben installiert, um den Stromverbrauch nach Menge und zeitlicher Verteilung festzuhalten.

Nach Auswertung dieser Daten erfolgte mit dem jeweiligen Betriebsleiter ein Betriebsrundgang mit Erfassung der Gebäudestruktur einschließlich einer Schwachstellenanalyse. Unter Zugrundelegung der so gewonnenen Daten und unter Hinzuziehung  der letzten Heizkostenabrechnungen wurde von der HASTRA für die Betriebe ein Energiebericht mit Datenbewertung und Verbesserungsvorschlägen zur Energieeinsparung erstellt.

Ergebnisse

Neben allgemeinen Informationen über den Energieverbrauch werden von der HASTRA Hinweise zu einem „intelligenten  Lastmanagement“ gemacht. Hierunter ist z. B. das zeitliche Verlagern einzelner Arbeitsabläufe zu verstehen oder daß die Anschlußwerte der benötigten elektrischen Geräte möglichst gering gehalten werden. Weiter werden einige betriebsspezifische Energiespartips angeführt (z. B. zur Milchkühlung und –reinigung). Abschließend werden für die Betriebe der zur Zeit gültige Tarif und – sofern sinnvoll – ein anderer günstigerer Tarif gegenübergestellt.

Die untersuchten Betriebe sind nun aufgefordert die aufgezeigten Energiesparpotentiale zu nutzen und ihren Energieverbrauch nachhaltig zu senken.

Anmerkungen der Projektgruppe „Regenerative Energien“

Es handelt sich um ein erfolgreich durchgeführtes Projekt, da der von uns verfolgte Ansatz: Erst Energie sparen und die dann noch benötigte Energie möglichst regenerativ und regional erzeugen, auch in der Öffentlichkeit deutlich gemacht werden konnte. Ein abschließendes Pressegespräch von Vertretern der Projektgruppe und einem Teilnehmer steht derzeit noch aus.

Kritisch ist anzumerken, daß die HASTRA laut eigener Aussage wegen mangelnder Kapazitäten nicht bereit war mehr als die drei Betriebe zu untersuchen. Dieses ist um so bedauerlicher, als die Möglichkeit vom Zweckverband Aller-Leine-Tal angeboten wurde über das Aller-Leinetal-Projekt finanzielle Mittel für die Untersuchung weiterer Betriebe bereitzustellen.

Der allgemeine Teil der Energieberichte ist anerkennend zu erwähnen. Der Teil, der spezielle Energiespartips für die einzelnen Betriebe enthält, hätte unseres Erachtens etwas umfänglicher gestaltet werden können.

Für die Projektgruppe

„Regenerative Energien“

- Cort-Brün Voige -                                                        - Dr. Stefan Dreesmann -

[Startseite] [Projektgruppe] [100% Region] [100% Res Communities] [Energieroute im ALT] [Vorträge & Präsentationen] [Alwine] [Newsletter] [Solarhandwerker] [Solarbundesliga] [Sonne auf´s Dach] [Impulskommune] [Wärme der Sonne] [Geothermie] [Weitere Projekte] [Energielinks] [Archiv] [Fans und Sponsoren] [Kontakt und Impressum]